Nächste Runde im Headset-Rodeo
Totgesagte leben länger. Und wenn man manchen Schlagzeilen glaubt, hätte VR in den letzten Monaten mindestens dreimal beerdigt werden müssen. Jetzt kommt die überraschend klare Ansage: Die nächste Quest ist unterwegs.
Trotz Milliardenverlusten in der Reality-Labs-Sparte und gestrichenen Projekten hält Meta am VR-Kurs fest. Der CTO hat klargemacht: Eine neue Generation der Quest-Reihe ist in Arbeit. Konkret geht es um die Meta Quest 4 – und Berichte sprechen zusätzlich von einer möglichen günstigeren Variante, oft als „S“-Modell bezeichnet.
Was heißt das? Erstmal: VR ist bei Meta kein Experiment mehr, das man bei Gegenwind einfach einstellt. Auch wenn Reality Labs regelmäßig tiefrote Zahlen schreibt, bleibt die Quest-Plattform strategisch relevant. Das ist kein Bauchgefühl, das ist eine klare öffentliche Positionierung aus dem Unternehmen.
Technisch sind noch nicht viele Details bestätigt. Aber Leaks und Branchenberichte deuten darauf hin, dass Meta weiter an Gewicht, Komfort und Effizienz arbeitet. Wahrscheinlich sehen wir erneut einen Fokus auf Mixed Reality – also auf das Verschmelzen von echter Umgebung und virtuellen Inhalten. Nach dem Schritt von der Quest 2 zur Meta Quest 3 wäre es logisch, dass Meta die Farb-Passthrough-Qualität, Sensorik und Performance weiter ausbaut.
Spannend ist vor allem das Signal hinter der Ankündigung. Während Wettbewerber zögern oder ihre XR-Strategien neu sortieren, setzt Meta weiterhin auf eigene Hardware plus eigenes Ökosystem. Das bedeutet: App-Store, Entwicklerplattform, soziale Features – alles bleibt unter einem Dach. Und genau das ist langfristig entscheidend. Hardware allein verkauft keine Vision. Plattformen schon.
Meine Einschätzung? Die Quest 4 wird kein radikaler Neustart. Eher eine Evolution. Schlanker, effizienter, vielleicht alltagstauglicher. Aber der eigentliche Punkt ist: Meta bleibt im Spiel. Und das verändert die Dynamik im gesamten XR-Markt.